Jahr 1908
Der Fonds ist mittlerweile auf eine respektable Summe von fünfzehntausend Mark angewachsen. Mit Erwerb eines Grundstückes an der Schillerstraße werden die letzten Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt.
13. JULI - Der Turnrat des TVK beschließt, dass Frauen als ordentliche Mitglieder mit „allen Rechten und Pflichten von solchen“ im TVK aufgenommen werden.


Jahr 1912
DEZEMBER - Mit einem Gesamtbauvolumen von 23.000 Mark werden die Erdarbeiten zum Neubau der Turnhalle vergeben.
Jahr 1914
MÄRZ - Die Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten werden als weiter Maßnahmen für den Neubau vergeben.
Jahr 1914
01. AUGUST - Kurz vor Durchführung des Richtfestes bricht der Erste Weltkrieg aus. Dies stellt den Turnrat und die Mitglieder des Turnvereines vor neue Probleme.
Jahr 1915
31. MAI - Durch den Verdienst einiger älterer Vereinsmitglieder und vom Wehrdienst befreiter Turner können die Arbeiten, wenn auch recht zähflüssig, wieder aufgenommen und nach unsäglichen Mühen fertiggestellt werden. Die Turnhalle wird am gleichen Tag in Betrieb genommen. Der TVK hat seine eigene Sportstätte! Die offizielle Einweihungsfeier wird auf einen Termin nach dem Krieg verschoben.
Jahr 1918
NOVEMBER - Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches werden alle wichtigen Urkunden sowie die Fahne des TVK vor den fremden Truppen in Sicherheit gebracht. Beides wird auf dem Speicher des Schreinermeisters Diemer (jetzt Gebäude Innere Mission in der Schillerstraße) versteckt und von den Mitwissern wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Die Turnhalle dient in der Folgezeit als Quartier für die französischen Besatzungstruppen.
Jahr 1921
01. MAI - Nach Freigabe der französischen Behörden wird die Einweihungsfeier der Turnhalle in betont schlichter Form nachgeholt. (1921_Gedenkblatt Turnhalle.jpg )

 

Jahr 1921
07. JANUAR - Durch das veränderte sportliche Interesse, vor allem bei der Jugend, wird ein Sport- und Spielabteilung gegründet, die sich hauptsächlich dem Fußballsport widmet. Unüberbrückbare Diskrepanzen führen jedoch recht bald zur Auflösung dieser neuen Abteilung. Der größte Teil der Mitglieder schließt sich dem Sportverein an.
Jahr 1933
30. JANUAR - Der turnerische und organisatorische Aufschwung des Turnvereines wird durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten jäh unterbrochen.
Jahr 1934
Trotz intensiver Bemühungen kann nicht verhindert werden, dass der Turnverein seine Selbständigkeit verliert und letztlich in den NS-Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert wird.
Jahr 1939
01. SEPTEMBER - Der Beginn des zweiten Weltkrieges bringt die Vereinstätigkeit zum Erliegen. Turner werden zum Kriegsdienst einberufen, Turnerinnen zu kriegswichtigen Arbeiten und Lazarettdiensten herangezogen.
Jahr 1945
Nach dem erneuten Zusammenbruch des Deutschen Reiches muss die Fahne vor Zugriff der Besatzungstruppen in Sicherheit gebracht werden. Die Turnhalle dient wiederum als Unterkunft für die Siegermächte. Die Besatzungsbehörden erlauben lediglich die Gründung eines allgemeinen Sportvereins, mit Schwerpunkt Fußball und Leichtathletik. Altbewährte Kräfte aus Sport- und Turnverein finden sich zu einem Neuanfang zusammen.